Keine Ahnung, ob Elsa und ich heute richtig gewählt haben, aber vor genau einem Jahr haben wir auf jeden Fall die richtige Wahl getroffen – und konnten deswegen heute unseren ersten Hochzeitstag feiern. 
Vielen Dank auch für die Glückwünsche zur Geburt von Leon. Wer übrigens meint, sich durch nichts aus der Ruhe bringen zu lassen, kann gerne mal Leon während einer Bauchschmerzen-Attacke auf dem Arm halten. Am Besten um 2 Uhr nachts. 😉
Obwohl die Wirkung mit eigenem Kind sicher besser ist als mit einem „geliehenen“, weil man dem kleinen Wesen helfen möchte aber nicht kann – ausser alle möglichen Haltestellungen auszuprobieren. Aber das soll ja spätestens nach 3 Monaten besser werden.
Der Alltag mit einem Neugeborenen ist doch recht zeitintensiv, müssen wir gerade feststellen. 😉
Schreiendes Kind aus dem Bettchen nehmen, Kind stillen, Windeln wechseln, Kind stillen, eingeschlafenes Kind ins Bettchen legen, warten, bis die Bauchschmerzen kommen, Kind aus dem Bettchen nehmen, Kind beruhigen, streicheln, schaukeln, umdrehen, gut zureden, endlich eingeschlafenes und beruhigtes Kind wieder ins Bettchen legen. Selbst ins eigene Bett fallen und ausruhen – bis zum nächsten Schrei…
Aber Spass macht’s schon, so ein süßes, niedliches Wesen zu betrachten, wie es im Schlaf Grimassen zieht, mit den Fäustchen zuckt, atmet und einfach da ist.
Da ich diese Woche Urlaub habe, habe ich reichlich Gelegenheit, alles hautnah mitzuerleben. Oh, ich glaube ich muss Leon wieder mal zu Elsa bringen… 
dann ist der Zugriff auf die eigenen Daten manchmal nicht so möglich, wie man das will. Vor allem, wenn der Benutzername und damit der Name des Homeverzeichnis und das Passwort geändert werden. Deswegen funktionierten heute weder Greymatter, noch (das bis jetzt eher ungenutzte) Sunlog noch FTP. Und deswegen konnte ich die beiden folgenden Einträge erst gerade machen und nicht, wie geplant, gestern abend schon.
Ansonsten bin ich aber ganz zufrieden mit meinem Provider. Es lag vermutlich auch daran, dass ich die Weiterleitung für die Admin-Mailbox nicht richtig eingerichtet hatte, dort gab es bestimmt eine Mail. 😉
Unmöglich, sich heute nicht an den 11.09.2001 zu erinnern, den Tag, als unmöglich Erscheinendes auf tragische Weise Wirklichkeit wurde – und trotzdem auch jetzt noch nicht richtig begreifbar ist.
Schwer zu glauben, dass das jetzt schon ein Jahr her ist. Heute vor einem Jahr steckten Elsa und ich gerade in unseren Hochzeitsvorbereitungen. Elsa war bei ihren Eltern, 150 km von mir entfernt, ich arbeitete und kehrte gerade aus der Mittagspause zurück, als mir jemand sagte, dass in New York ein Flugzeug in „irgendeinen Wolkenkratzer“ geflogen sei. Ich ging nach oben und versuchte, über’s Internet RP-Online aufzurufen, aber der Bildschirmaufbau war so zäh wie nie. Dann wurde bei RP-Online umgeschaltet auf den News-Ticker und es gab aktuellere Nachrichten. Trotzdem kamen die Nachrichten so langsam, dass mir die Ausmaße der Katastrophe erst nach und nach bewußt wurden (wenn überhaupt). Ich konnte und wollte nicht mehr arbeiten und ging früher nach Hause, schaltete den Fernseher ein und sah die ersten Bilder des Unfaßbaren. Sah die Aufnahmen vom Einsturz, sah Sonderbericht um Sonderbericht, ohne jedoch wirklich Neues zu erfahren. Ich telefonierte mit Elsa, auch sie konnte die Nachrichten kaum glauben.
Zeitlich lag der 11. genau in der Mitte zwischen unserer standesamtlichen (01.09.) und kirchlichen (22.09.) Trauung, wir steckten mitten in den Vorbereitungen für die kirchliche Trauung und die anschließende Feier. Mit jedem weiteren Tag wurde mehr über die Katastrophe bekannt, auch über die außerhalb von New York. Und mit jedem Tag sank die Freude auf die bevorstehende Feier. Wir waren froh und dankbar, dass wir die kirchliche Trauung nicht, wie ursprünglich geplant, auf den 15.09. gelegt hatten. Uns wäre wohl nicht wirklich nach Feiern zu Mute gewesen…
Aber auch gut eine Woche später konnten wir nicht einfach verdrängen was passiert war. Auf unsere Liedblätter für die kirchliche Trauung druckten wir auf der Rückseite ein sinngemäßes Zitat von Martin Luther King:
„Es gibt keine größere Kraft als die Liebe. Sie überwindet den Haß wie das Licht die Finsternis.“ und darunter die Worte „In Gedenken an alle Terroropfer dieser Welt und ihre Hinterbliebenen“.
Für den 24.09. war unser Flug auf die griechischen Kykladen geplant. Zwei Flitter-Wochen, eine auf Santorini, eine auf Mykonos. Ein bißchen Angst schlich sich ein, fliegen zu müssen – bzw. die Frage, überhaupt fliegen zu dürfen. Im Urlaub dann verdichteten sich die Meldungen über den bevorstehenden Angriff der USA auf Afghanistan. Ich weiß nicht mal mehr, ob der erste Angriff tatsächlich schon während unseres Urlaubs passierte oder erst danach, als wir zurück waren.
Das war vor einem Jahr. Die Erinnerungen sind noch sehr präsent, ich kann wirklich kaum glauben, dass es schon ein Jahr her ist. Andererseits ist es genug Zeit, um das Ereignis (bewußt oder unbewußt) zu verdrängen. Der „Alltag“ ist schon längst wieder eingekehrt, jedenfalls hier in Deutschland. Die Ereignisse vom 11. September haben die Welt ohne Zweifel verändert, aber wie tief sie die Welt verändert haben, das ist nur schwer festzustellen. Ein interessanter Artikel zu dieser Frage findet sich bei der RP-Online: „Was von Schock und Trauer geblieben ist“
Auch das Interesse an bzw. die Sensibilität für Terror-Filme hat nur kurzfristig nachgelassen: „Terror-Filme locken in die Kinos“ Oder sind sie so beliebt, weil nach knapp 2 Stunden Spannung, Action und (Mit-)Leiden wenigstens im Kino die „Bösen“ zur Rechenschaft gezogen werden? Und, weil diese Filme zu 90 % aus Hollywood kommen, sie den amerikanischen Patriotismus unterstützen?
Nein, ich will nicht verurteilen, aber Besonnenheit ist trotz Leid und Trauer wichtig. Und interessanterweise sind es selten die direkt durch den Anschlag Betroffenen oder Hinterbliebenen, die nach Vergeltung rufen. Höchstens nach Gerechtigkeit.
Aber ist es Gerechtigkeit, dass „In Afghanistan […] ungefähr viermal so viele Menschen zu Tode gekommen sind wie im WTC. Keinem dieser Menschen ist bis heute auch nur die entfernteste Mitwirkung am Anschlag vom 11.9. nachgewiesen worden.“? Roger Willemsen in „Prominente erinnern sich„.
Je länger ich an diesen Zeilen schreibe, desto mehr wird mir wieder bewußt, wie schwierig dieses Thema ist und dass mir (wieder) die Worte fehlen.
Ich weiß nicht, ob heute der richtige Tag dafür ist, aber erstens bin ich nicht früher dazu gekommen und zweitens ist es nun mal eine Tatsache, dass wir seit genau einer Woche glückliche Eltern sind.

Dieser junge Mann heißt Leon Alexander und wurde am 04. September geboren. Leon und wir waren ko aber ok.
Inzwischen haben wir uns ganz gut erholt und freuen uns auf die gemeinsame Zeit, die jetzt vor uns liegt.
Wir danken unserem himmlischen Vater, dass er während der Schwangerschaft und der Geburt bei uns war.
Mehr Bilder und Details gibt es demnächst.

Die neuen Frucht Pfötchen von Katjes haben meiner Meinung nach geschmacklich sehr viel mit Red Bull gemeinsam. Besonders die grünen, „Melon Rain“.
Bestätigt das den Verdacht, dass Red Bull nichts anderes ist, als in Mineralwasser aufgelöste Gummibärchen?
Den Frucht Pfötchen sind aber weder Taurin noch Koffein hinzugefügt, also auch was für (große) Kinder.
Und hier noch ein Tipp für alle Hausfrauen und -männer unter euch:
Besser einfach – einfach besser, das Haushalts-Survival-Buch.
„In ihrem praxisnahen Ratgeber haben die beiden berufstätigen Mütter von je drei Kindern ihre Lebenserfahrung in leicht konsumierbaren Lektionen zusammengefasst… “ (Leipziger Volkszeitung).
Man sollte nicht behaupten, Christen würden sich in ihrer Kirche verstecken. Auf den Webseiten von Jesus.de geht es ganz konkret um Hilfsangebote für die Betroffenen der Hochwasserkatastrophe. Freiwillige Helfer können sich beim sogenannten „Help-Te@m“ anmelden und ihre Hilfe anbieten. Mehr Infos dazu gibt es hier:
Help-Te@m Hochwasserhilfe
Und es sind schon eine viele Menschen mit konkreten Hilfsangeboten eingetragen, die von Sandsäcke tragen bis zu Übernachtungsmöglichkeiten reichen.
Natürlich ist für tatkräftige Hilfsangebote eine räumliche Nähe erforderlich. Meine Hilfe wird sich deswegen auf finanzielle Unterstützung durch Spenden beschränken. Aber dass es in der Not immer wieder Menschen gibt, die helfen (und natürlich nicht nur Christen!!), ist für mich ein Zeichen, dass wird die Hoffnung an das Gute nicht aufgeben müssen – und nicht dürfen.
Kleine Episode, die mir gerade beim Einlegen der Lenny Kravitz-CD im Computer einfiel:
Meine zwei ältesten (angeheirateten) Nichten, 13 bzw. 17 Jahre alt, waren im Laufe der letzten Wochen unabhängig bei uns zu Besuch. Beim Durchsehen meiner CDs kamen in etwa Bemerkungen wie: „Hey, du hast ja super CDs! Kann ich mir mal welche ausleihen?“
Also – entweder ist mein Musikgeschmack auf der Höhe der Zeit, oder meine Nichten interessieren sich auch für andere Musik als die Bravo-Charts (wobei ich nicht mal weiß, ob es die gibt und wie die aussehen). Wahrscheinlich beides, allerdings bestätigt die Auswahl der geliehenen CDs eher die erste These, denn meine guten, alten Pink Floyd- und Queen-CDs blieben unangetastet. 😉
Dazu hätte ich keinen Test machen müssen, um das
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herauszufinden. 😉


