maca on Oktober 14th, 2003

Ja, äh, hallo erstmal. Was ist das denn hier? Wo bin ich? Wer sind Sie?

denk – denk – denk

Ach ja, ich erinnere mich, ich hatte ja mal ein Web-Diary. Das heißt, ich habe es ja immer noch. Zahle sogar regelmäßig Geld dafür. Und nutze es viel zu selten…

Das liegt wohl daran, das mein wirkliches Leben zur Zeit ziemlich ausgefüllt ist. Ich weiß, es gibt Leute, deren Leben ist (oder scheint?) noch viel ausgefüllter – ich weiß auch nicht, wie die das auf die Reihe kriegen.
Jedenfalls verlangt das Leben mit einem quirligen 13 Monate alten Kind halt andere Prioritäten als Tagebuch schreiben. Und wenn das quirlige, 13 Monate alte Kind unter mehr oder weniger lautem Protest endlich im Bett liegt und schläft, dann gibt es Tage, an denen ich sogar zu müde oder lustlos bin meine E-Mails abzurufen. Das spricht hoffentlich für sich. :-)

Häufig liest man, dass die Zeit mit Kindern in diesem Alter die anstrengendste ist. Das hoffe ich – und tröste mich außerdem damit, dass unser Familienleben trotz – oder besser: mit – Leon erstaunlich gut läuft.

Schon bevor ich verheiratet war habe ich oft bewundert wie souverän viele Eltern mit ihren (Klein)Kindern umgingen. Ich habe mich immer gefragt, wie es wohl sein wird wenn ich selbst Kinder habe. Mit Babys konnte ich damals nicht viel anfangen, d.h. ich war nie besonders begierig, Babys von Freunden und Verwandten im Arm zu halten.
Ich frage mich, ob ich jetzt auf andere Noch-nicht-Eltern auch einen souveränen Eindruck mache. Was z.B. das Windelwechseln angeht, halte ich mich inzwischen für ziemlich souverän – vorausgesetzt Leon entdeckt während des Wickelns nicht gerade etwas furchtbar Interessantes, das er nun auf der Stelle in die Hand nehmen und untersuchen muss.

Etwas unsicherer macht mich die Notwendigkeit, bereits jetzt – und in Zukunft sicher noch viel häufiger – schnellere Entscheidungen treffen zu müssen. Schon bei Entscheidungen für mich bin ich manchmal recht zögerlich, wäge zu lange ab oder verschiebe Entscheidungen so lange, bis sie getroffen werden müssen. Dann meist schon unter Zeitdruck.
Entschdeidungen für Leon haben noch einen ganz anderen Charakter, weil wir als Eltern für ihn die Verantwortung tragen und natürlich auch „das Beste“ wollen. Aber wer weiß schon immer, was „das Beste“ ist? Ungefähr 1000 und 1 Buch gibt es zum Thema Säuglinge, Kleinkinder, Erziehung, Ernährung usw. Zahlreiche Elternzeitschriften außerdem. Alle randvoll mit den „besten Tipps“. Aber leider nicht immer den gleichen. :-)
Und dann gibt es noch Entscheidung über notwendige Anschaffungen, die nichts mit Erziehung sondern nur mit Preis und Leistung zu tun haben. Vom Kinderwagen über Kindersstuhl bis hin zur Windelsorte.

Da ist es ganz beruhigend zu lesen, dass sich Eltern doch wieder mehr auf ihren Instinkt verlassen sollten anstatt zentimeterweise Erziehungsliteratur zu lesen. Ganz abgesehen davon, dass bei vielen Geschwisterkindern deutlich sichtbar wird, dass für die Entwicklung der Kinder nicht alleine die Erziehung ausschlaggebend ist, denn sonst wären sie sicher nicht so unterschiedlich. (Ja, ja, es gibt auch zahlreiche Theorien, wie Geschwisterkonstellation die entwicklung beeinflussen, aber das kann ja nicht der einzige Grund für die Unterschiedlichkeit sein.)

Das Schöne ist außerdem, dass wir ja mit Leon wachsen können und dürfen, dass wir nicht perfekt sein brauchen (und sowieso nie sein werden). Dass wir Fehler machen dürfen und werden.

Eine spannende Zeit. Wir werden versuchen, „das Beste“ daraus zu machen. 😉

maca on Juli 23rd, 2003

Die älteren unter meinen Leser(innen) – also ca. 95% – dürften sich ja noch an die Knibbelbilder in Deckeln der Cola- und Fantaflaschen erinnern. Natürlich habe ich die auch aus allen erreichbaren Flaschendeckeln gepult. Das höchste der Gefühle war damals ein CVJM-Familientag, wo immer reichlich Koffeinbrause konsumiert wurde und ich Getränke ausschenken durfte. Da habe ich eine Menge Bildchen zusammenbekommen. :-)

Heute bin ich 25 Jahre älter, und wieder einmal gibt’s bei Coca Cola was zum Sammeln, diesmal allerdings nicht im Deckel sondern auf die Flaschen geklebt: „Stars“-Sammelpunkte. Für 36 davon kann man sich im Internet eine CD mit 12 aus 250 Titeln zusammenstellen – inklusive Versandkosten.

Das ist viel lohnender als Knibbelbilder, denn die konnte man nur auf ein Poster aufkleben, dass man sich auch erst einmal beschaffen musste. Und hinterher fehlten sowieso ein paar Bildchen. Wahrscheinlich würde auch kein Kind von heute solche Bildchen sammeln, wenn man sie hinterher „nur“ auf ein Poster kleben kann. Oder unterschätze ich die Kinder?

Da ich trotz brütender Hitze keine 36 Flaschen Cola austrinken möchte und Bonaqa auch nur (Leitungs-)Wasser mit Zusätzen ist, habe ich mich heute morgen zum firmeneigenen Getränkeautomaten aufgemacht – genauer gesagt zum Leergut-Sammler. Dort habe ich bereits 28 Stars und damit fast meine erste CD zusammengesammelt. Außer mir scheint keiner daran Interesse zu haben, alle Flaschen hatten ihre Stars noch. 😉 Jetzt muss ich nur noch warten, bis die nächsten leeren Flaschen eintreffen.

Die Aktion läuft übrigens noch bis Ende August, wer in der eigenen Firma auch einen Getränkeautomaten hat, kann ja anfangen zu sammeln.

maca on Juni 3rd, 2003

Letzten Samstag in den Radionachrichten von WDR 2 hörte sich das allerdings anders an, da sagte die Nachrichtensprecherin: „8000 Teuro eurer Spaß“. *breitgrins*.
Welcher Spaß soviel kostet(e)? Ein Hin- und Rückflug über den Atlantik mit einer Concorde der Air-France. Genauer nachzulesen hier, Meldung von 18.57 Uhr.

maca on Mai 16th, 2003

Gestern abend „fand“ Leon für mich aus dem CD-Regal meine „We can’t dance“-CD von Genesis. Heute morgen in den CD-Spieler gelegt, lief mir beim Song „Driving the last spike“ wieder mal ein Schauer über den Rücken.

Dieser Song ist nicht einfach nur ein Lied mit Stophen und Refrain. Gut 10 Minuten lang ist der Song und er erzählt eine Geschichte über den Eisenbahnbau in England, der nach 1800 anfing. Es ist eine Geschichte aus der Sicht eines der Arbeiter der am Bau beteiligt ist, der seine Frau und seine Familie verließ um für einen Hungerlohn eine lebensgefährliche Knochenarbeit zu übernehmen, nie gewiß, ob er seine Frau und seine Kinder jemals wiedersehen wird.

Diese Geschichte berührt mich einfach immer wieder. Eisenbahnbau, damit verbinde ich immer etwas heldenhaftes, pioniermäßiges, fortschrittliches. Doch wie in so vielen Fällen gehörte der Ruhm und der finanzielle Gewinn nur wenigen Leuten. Die vielen Menschen, die für die Verwirklichung ihr Leben opferten (selbst wenn sie nicht dabei zu Tode kamen) werden leicht vergessen. Genesis haben in diesem, meiner Meinung grandiosen, Song an sie erinnert.

Ich bezweifle, dass einer von unseren neuen „Superstars“ in der Lage ist, einen 10 Minuten langen Song zu schreiben (gut, die lassen eh schreiben)…

Songtext von „Driving the last spike“ in Englisch und Deutsch.

maca on Mai 14th, 2003

Hm, ist es denn tatsächlich schon fast 2 Monate her, dass ich meinen letzten Eintrag gemacht habe? Kam mir gar nicht so lange vor. Aber seit Leon da ist, scheint die Zeit manchmal noch schneller zu verfliegen als vorher. Er ist jetzt 8 Monate alt und seit er letzte Woche herausgefunden hat, wie man sich raupenartig (Po in die Höhe) fortbewegen kann, ist im Wohnzimmer nichts mehr vor ihm, seinen neugierigen Augen und Händen und seinem Sabber sicher. :-)

In den letzten Wochen sind mir zwar immer wieder Dinge aufgefallen, über die ich hätte schreiben können bzw. schreiben wollte, aber wie man sieht, ist daraus nichts geworden. Interessanterweise wälze ich trotzdem nicht (wie früher häufig) den Gedanken, dies Diary aufzugeben und auch die Sinnfrage habe ich mir lange nicht mehr gestellt. Das Diary ist da, es läuft mir nicht weg, es ist nicht sauer auf mich, es wartet einfach auf mich bis ich mich wieder melde.

Bis bald, liebes Diary!

maca on März 25th, 2003

Tja, uns geht’s (wieder) ganz gut. Letzte Woche haben wir uns scheinbar alle eine Magen-Darm-Geschichte eingefangen. Bei Leon fing’s letzten Dienstag an, als ihm die kurz zuvor getrunkene Milch plötzlich wie eine Fontäne aus dem Mund schoß. Sowas hatten wir noch nicht bei ihm gesehen. Fieber hatte er aber eigentlich kaum und am nächsten Tag ging’s ihm auch wieder besser. Überhaupt hat er (Gott sei es gedankt!) seit seiner Geburt noch keine wirklich ernsthafte Erkrankung gehabt – wenn man mal von den permanenten Bauchschmerzen und Geschrei in den ersten drei Monaten absieht. Heute kann ich kaum glauben, dass ich damals dachte: „das überlebe ich nur noch ein paar Wochen, dann werde ich wahnsinnig“. Es war einfach kein Ende abzusehen und keine Ruhe zu kriegen. Aber jetzt glaube ich, das könnte ich noch einmal durchstehen. 😉

Elsa und ich fühlten uns auch nicht besonders wohl. Bei mir kam dann noch dazu, dass ich Dienstags zwei Weisheitszähne entfernt bekam, einen davon mit Schnitt und Zunähen. Die Schmerzen waren zwar unangenehm, aber ertragbar. Nur im Ganzen fühlte ich mich nicht recht wohl. Für die Zähne habe ich trotzdem nur zwei Krankheitstage vom Zahnarzt bekommen.
Donnerstags musste ich dann noch zum Hausarzt, denn die Zahnschmerzen gingen nahtlos in Rücken- und Gliederschmerzen mit Übelsein über. Der schrieb mich noch zwei weitere Tage krank, die ich angesichts von 39,4 °C Fieber am Donnerstag auch wirklich gebrauchen konnte. Oder hing das doch mit den Zähnen zusammen? Keine Ahnung, es ist überstanden, und am Wochenende verschwanden alle Krankheitserscheinungen.

Jetzt hängen mir nur noch diese blöden Fäden im Mund rum, die nächste Woche gezogen werden. :-)

Was ich zum Krieg zu sagen habe?

Ich bin in dieser Hinsicht ein „alter Europäer“ und kann Liisa hierin nur zustimmen. Wenn man bedenkt, wieviel Leid die Spätfolgen des Golfkrieges (durch den Einsatz von radioaktiv verseuchten Geschossen und Bomben) bereitet haben und noch bereiten, dann fragt man sich ängstlich, wie es nach diesem Krieg aussehen wird? Zynisch ist, dass durch die Spätfolgen sehr viel mehr Soldaten, auch amerikanische, sterben mussten als auf dem Schlachtfeld.

Die Berichte, die man über Liisas angegebe Links erreicht, lassen einem wirklich die Tränen aufsteigen.

Erschreckend, dass beide Kriegsführer, Bush wie Saddam, bei ihren Reden über den Krieg Gottes Namen (miss)brauchen. Gut, der Gott des alten Testaments hat „seine Leute“ auch häufig genug in grausame Kriege geschickt, aber damals hat er mit seinen Leuten wenigstens direkt gesprochen. Dass Herr Bush und Herr Hussein so eine persönliche Begegnung hatten, kann ich mir kaum vorstellen.

Aber dass im Namen Gottes Kriege geführt, Menschen verfolgt, gefoltert und hingerichtet werden, ist ja leider nichts Neues. Dass irgendwann einmal alle Menschen vor Gott für ihr Tun auf Erden Rechenschaft ablegen müssen, tröstet da nur wenig. Tröstender ist allerdings, dass „Gott einmal alle Tränen abwischen wird. Es wird keinen Tod mehr geben und keine Traurigkeit, keine Klage und keine Quälerei mehr. Was einmal war, ist für immer vorbei.“ Offenbarung 21, Vers 4

maca on März 25th, 2003

Ist das jetzt „in“, wenn die kleinen Schulmädchen von 8, 9 Jahren ihren Ranzen nicht mehr auf den Rücken schnallen sondern auf so eine Einkaufskarre, wie sie eher die großen Mädchen (mit 80, 90 Jahren) hinter sich herziehen? Oder wollen deren Eltern Rückenprobleme vermeiden? Kann aber auch nicht wirklich gesund sein, diese verdrehte Haltung. Sachen gibt’s…

maca on März 13th, 2003

Kein Kommentar…

maca on März 7th, 2003

…kann man sich auch mit einem Elektro-Rasierer. Jedenfalls dann, wenn man ihn fallen lässt, die Scherfolie dabei Schaden in Form eines kleinen Lochs und minimaler Unebenheit erleidet und man sich trotzdem (notgedrungen) damit rasiert. Nach erfolgter Rasur bekommt man erst ein brennendes Gefühl auf den Wangen und stellt eine Viertelstunde später, beim Blick in den Spiegel, natürlich auf dem Weg zur Arbeit, erschrocken fest, dass man aussieht wie ein Streifenhörnchen.

So geschehen heute morgen. Seufz.

Apropos „Erschrecken“, wer einen Multimedia-PC (also zumindest Flash-Plugin und Sound) hat, kann sich ja mal dies hier anschauen. Auf eigene Gefahr!! Kann sein, dass das schon länger bekannt ist, mir jedenfalls noch nicht.

maca on Februar 22nd, 2003

Vor einer Woche hatte ich ganz merkwürdige Anrufe auf meinem Handy. Geklingelt, dran gegangen, der andere sofort aufgelegt. Die Alarmglocken schrillen: da gibt’s doch so Handy-Betrüger, bloß nicht zurückrufen. Trotzdem interessierte mich natürlich, woher der Anruf kommt, was auch angezeigt wurde. Sonst würde das mit dem Rückruf ja auch nicht funktionieren. Es war eine Nummer, die mit +42190******* begann. Die Sternchen, weil verschiedene Nummern angezeigt wurden. Denn ich bekam nicht nur einen Anruf, sondern insgesamt bestimmt 10 Stück. Mal bin ich drangegangen, mal nicht, mal habe ich ganz ausgeschaltet.

Ist echt blöd, solche Anrufe. Da ich an dem Samstag in der Firma war, kam bei mir der (abwegige) Gedanke hoch, es könnte einer meiner IT-Kollegen sein, da wir vor drei Wochen auch Probleme mit dem SQL-Slammer-Virus hatten und ich da auch einen Anruf von meinem Kollegen aus Italien bekam. Also schaute ich im globalen Firmenadressbuch nach, bis ich rausfand, dass der Anruf offenbar aus der Slowakei kommt. Aber die Kollegen dort haben eine andere Nummer, konnten es also nicht sein. Ausserdem ist es meine private Handynummer, die in der Firma nur ganz wenige kennen. Im Internet habe ich die Nummer bzw. den ersten Teil davon auch nicht als registrierte „Betrüger-Nummer“ gefunden, falls es so eine Liste überhaupt gibt.

Wie gesagt, echt blöd, solche Anrufe. Ich sage mir: „wer nicht mit mir sprechen will, braucht ja nicht“, aber trotzdem bleibt so ein „hoffentlich war es nichts Wichtiges“-Gefühl. Kennt jemand das?
Aber was kann mich aus der Slowakei schon für ein wichtiger Anruf erwarten? Schließlich kenne ich dort keine Menschenseele. :-)