Zum Kotzen

Ja, das ist Bahnfahren im Moment wirklich! Heute abend am Bahnhof hatte ich extra einen Zeitpunkt gewählt, an dem sowohl die S-Bahn als auch der Regional-Express zur selben Minute abfahren, die Fahrtzeit ist auch fast gleich. Also kann ich den Zug nehmen, der zuerst kommt. Ob und wann der andere kommt, weiß man manchmal nicht, in den letzten Wochen manchmal überhaupt nicht.

Als ich gerade die Treppe zu Gleis 2 hochgehen wollte, ertönte die Stimme der Ansage, dass der RE heute leider 20 Minuten Verspätung hat. “Gut, dass du so früh gekommen bist”, denke ich, “dann nimmst du eben die S-Bahn.” Als ich gerade die Treppe zu Gleis 4 hochgehen wollte, ertönte die Stimme der Ansage, dass die S-Bahn heute leider ausfällt. Na prima, ganz große Sch Klasse!

Dass die Bahn zur Zeit ständig und überall Verspätung hat (jedenfalls im Nahverkehr von NRW), ist ja schon bekannt, darüber wollte ich eigentlich gar nichts schreiben. Aber heute musste es einfach sein. Pünktlich kommt sie nur dann, wenn man selbst mal 1 Minute Verspätung hat. Aber das hat uns wenigstens Herr Murphy erklärt. Die Bahn dagegen erklärt meistens wenig wenn ein Zug verpätet kommt – oder gar nicht kommt, wie dieser hier:
Letztens habe ich in Köln-Deutz abends um 20 Uhr bei Saukälte auch brav auf meinen Zug gewartet. Der sollte zuerst 20 Minuten Verspätung haben. Dann 30 Minuten. Dann 45 und zum Schluß fiel er ganz aus, 60 Minuten später fuhr der nächste fahrplanmäßige Zug. Hätte ich das gewusst, hätte ich wenigstens zum Kölner Hbf fahren und im Zeitschriftenladen stöbern und mir was Warmes zu essen oder trinken aussuchen können. Stattdessen habe ich mir die Beine in den Bauch gestanden (weil es zum Sitzen zu kalt war) und mir fast die Füße abgefroren.

Vielen Dank, liebe Bahn! :angry:

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24. November 2003
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Diary-Xpress technisch gesehen

Immer häufiger kommt es mir so vor, als würde ich – blogtechnisch gesehen – den Anschluß verlieren. Da lese ich in anderen Weblogs und Texten über Weblogs von RSS-Feeds, Trackbacks, Permalinks und PingBacks, von XML- und XHTML-Konformität und XML-RPC. Außerdem von Tools wie BlogRolling, BookMarklets und Weblogcheckup. Wer blickt denn da noch durch? Wo ist das gute, alte Tagebuch geblieben??

Ich kann mit den meisten der oben genannten Begriffe ja etwas anfangen, weiß zumindest wovon die Rede ist. Aber etwas davon bei mir einzuführen, davon bin ich noch weit entfernt. Obwohl es vielleicht leichter wäre als ich denke. In der Welt der Computer allerdings ist fast alles schwieriger als man vorher dachte, so ist jedenfalls meine berufliche Erfahrung als Netzwerk-Administrator. Was mich beunruhigt, ist die Tatsache, dass so viele berufliche “Nicht-Computertechniker” mehr Ahnung von Weblogtechniken haben als ich. Na ja, Weblogtechniken gehören auch nicht zu meinem Berufsalltag, fallen für mich also unter “Hobby”. :-)

Interessieren würde mich ja auch vieles davon, aber da ich schon selten genug Zeit zum Bloggen selbst finde, sollte ich von der Einführung neuer Techniken besser die Finger lassen und mich darüber freuen, dass ich vor ein paar Wochen ohne große Probleme auf die neueste Greymatter-Version umgestiegen bin und damit jetzt ein paar nette Kleinigkeiten wie Kalender und Smileys nutzen kann.

Klar ist es schön, wenn die eigenen Seiten allen Webstandards genügen, aber diese umzustellen würde eine Menge Aufwand erfordern. Aufwand außerdem für Seiten, die – außer meinen Diary-Seiten – eigentlich schon längst ins Archiv gehören. Dass ich also immer noch nicht alle &ltfont&gt-tags aus meinen Seiten herausgeschmissen habe ist vielleicht altmodisch und unprofessionell, aber damit kann ich zur Zeit gut leben – und meine Leser müssen es wohl auch. :-)

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24. November 2003
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Der andere Advent(skalender)

Bis Weihnachten sind es zwar noch ein paar Wochen, aber die Anzeichen dafür sind ja schon seit mindestens genau so vielen Wochen unübersehbar. In der Tat wird es langsam Zeit, sich um einen Adventskalender zu kümmern, wenn man selbst einen haben oder anderen einen schenken will. Wenn es in diesem Jahr mal kein schokoladengefüllter Kalender sein soll, dann habe ich hier noch einen guten Vorschlag für einen Kalender namens “Der Andere Advent” (Untertitel: “Zimtsterne für die Seele”). Der Kalender reicht – im Gegensatz zu den kommerziellen – übrigens vom 30. November (also dem 1. Advent) bis zum 6. Januar (Hl. drei Könige), denn das ist traditionell erst der letzte Tag der Weihnachtszeit.

Erhältlich ist der Kalender im Shop von Andere Zeiten und in vielen Kirchengemeinden.

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20. November 2003
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Sammelaktion

Die Sammelaktion hat sich übrigens gelohnt, vor zwei Wochen sind meine Coca-Cola “Summer”-CDs angekommen. Drei Stück sind’s geworden, ich habe also insgesamt von 108 Flaschenhälsen Sammelpunkte abgeknibbelt.
Im Begleitbrief der CDs hieß es übrigens noch “Jetzt kann der Sommer kommen”. :laugh:

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11. November 2003
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Heute

Heute ist, wie jedes Jahr, natürlich nicht nur Karnevalsbeginn, sondern auch Martinstag. Also seid nett zu den Kindern, wenn sie an eurer Tür klingeln und Martinslieder singen. Schließlich drohen sie heute nicht mit “Süßem oder Saurem”.

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11. November 2003
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Herbstgefühle!

OK, zunächst müßt ihr euch vorstellen, dass wir jetzt keinen nasskalten Regen, sondern wunderbar warmes, spätsommerliches Herbstwetter haben. Denn als ich den folgenden Eintrag letztes Jahr begonnen habe, war das so. Jetzt habe ich die Zeit gefunden, ihn fertig zu schreiben. Und passt immer noch. :-)

Bei diesem wunderbaren Spätsommer-Wetter (Glück für die, die Urlaub haben!) wird mir ein bißchen melancholisch ums Herz. Häufig gehen mir Szenen durch den Kopf aus Filmen, die um diese Jahreszeit spielen. Für die Handlung eher Nebenschauplätze, aber für mich sind es Szenen, die sich in meinem Kopf festgesetzt haben und die so eine wohlige Wärme in mir auslösen, den Gedanken an eine “heile Welt”.
Das mag kitschig sein, aber wer träumt in Wirklichkeit nicht von einer “heilen Welt”? Davon, dass wir nicht jeden Tag Schlagzeilen und Nachrichten über Morde, Entführungen, Verbrechen und Krieg lesen müssen. Ich glaube daran, dass diese Welt eines Tages kommen wird, aber das ist ein anderes Thema…
Zurück zu den Filmszenen:
Ich muss z.B. an die Schlussszene aus “Eine Klasse für sich” denken, wo die Frauen der Baseball-Mannschaft sich nach etlichen Jahren wiedertreffen – einige von Ihnen sind leider schon verstorben, die meisten anderen sind aber da und treffen sich zur Eröffnung des Baseball-Museums wieder. Und anschließend spielen sie draußen, bei wunderbarem Herbstwetter, Baseball. Begleitet vom Madonna-Song “This used to be my playground“:

Hier die letzten Zeilen:
This used to be our playground [used to be]
This used to be our childhood dream
This used to be the place we ran to
The best things in life are always free
Wishing you were here with me

Die Rezension auf der Amazon-Seite vom 22. September 2001 sagt übrigens genau das Gleiche – ist aber nicht von mir und ich habe die Rezension auch gerade erst gefunden, als ich nach einem Link zum Film suchte.

Ein anderer Film der im Herbst spielt (und der durch seine Romantik die Herbstgefühle noch unterstreicht) ist “Die Braut die sich nicht traut“. Es gibt etliche Szenen, in denen wunderbares Herbstwetter mit schönen Landschaften gezeigt wird, auf der oben verlinkten Seite kann man einige Bilder davon sehen. Seufz.

Kein Film, aber auch eine sehr schöne Beschreibung einer Herbstsituation findet sich im Erziehungsratgeber “Weitere Geheimnisse glücklicher Kinder” von Steve Biddulph:

“Stellen Sie sich vor: Sie sitzen auf Ihrer Veranda und genießen die letzten warmen Strahlen der Herbstsonne. Vor Ihnen liegen Gärten und eine von bunten Blättern bedeckte Auffahrt. Kein Laut ist zu hören, nur das Singen der Vögel. Sie zählen zwar nicht mehr zu den Jüngsten, aber Sie sind immer noch rüstig und vital.
Ein Auto rollt heran, fast geräuschlos, die Türen öffnen sich, und junge Leute steigen aus. Es sind Ihre erwachsenen Kinder, die Sie freudig umarmen und sich zu Ihnen setzen, um Ihnen von ihren jüngsten Erlebnissen und Errungenschaften und von ihren Familien zu erzählen. In vertrauter Runde wird noch mancherlei besprochen, bis es Zeit ist, aufzubrechen. Sie kehren ins Haus zurück, um einen warmen Pullover überzuziehen, und sitzen noch lange am Fenster, versunken in Erinnerungen an die Zeit, als Ihre Kinder noch klein waren. Es erfüllt Sie mit tiefem Stolz, zu sehen, was aus ihnen geworden ist und was Sie der Welt gegeben haben.”

Gut, es könnte ohne Probleme eine Szene aus einem sentimentalen amerikanischen Familienfilm sein, aber wenn ich ehrlich bin: wäre ich eines Tages diese Person, ich wäre mit meinem Leben und dem, was ich erreicht hätte, sehr zufrieden!

 

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2. November 2003
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Weihnachtsgefühle?

Ich weiß nicht, lag es an den ersten Schneeflocken, an der Kälte, an der Weihnachtsdiskussion bei Susi Sauber, jedenfalls war ich letzten Freitag in der Mittagspause beim Geschäftebummel ziemlich auf Weihnachtssachen fixiert.
In der Buchhandlung fiel meine Blicke auf die (natürlich strategisch günstig aufgestellten) Tische mit Weihnachtsbüchern, auf die Adventskalender und überhaupt machte ich mir ziemlich viele Gedanken, was ich verschenken könnte bzw. mir selbst schenken lassen könnte.

Auch im nahe gelegenen Spielzeuggeschäft schwelgte ich in weihnachtlichen Gedanken. Es ist eines von den Geschäften, die überwiegend Spielzeug aus Holz oder aus anderen hochwertigen Materialien verkauft- leider auch zu hochwertigen Preisen. Hach, es gibt so viel wunderschönes Spielzeug. Ist schon praktisch, wenn man einen kleinen Sohn hat, dem wir demnächst Einiges davon schenken können. Wie gesagt, Einiges, denn dass ein Überfluss an Spielzeug nicht gut für Kinder ist, spricht sich ja mittlerweile langsam rum. Zeit dagegen kann man Kindern wohl kaum im Überfluss schenken - leichter gesagt als getan. Doch ich schweife ab.

Einerseits fragte ich mich ob meine Gedanken an Weihnachten und Geschenke nicht ebenso verfrüht sind wie die schon zu kaufenden Schoko-Nikoläuse im Supermarkt. Andererseits ist die Idee von Susi Sauber, sich bereits jetzt um Geschenke, Weihnachtsdekoration und -planung zu kümmern, nicht von der Hand zu weisen. Denn erstens hat man jetzt (zumindest bei der Deko) noch die größte Auswahl, und wenn man schon Ende November alle Geschenke hat (oder zumindest weiß, was man schenken will) und auch sonst alles gut geplant ist, dann könnte ich die Adventszeit vielleicht zum ersten Mal seit vielen Jahren wieder viel bewusster erleben.
Dann hätte ich mehr Zeit, um jeden Tag ein paar Türchen in Adventskalendern von anderen Bloggern zu öffnen.
Ich käme dazu, “Das Fest” von John Grisham, das ich letztes Jahr zu spät vor Weihnachten gekauft habe, noch einmal komplett zu lesen.
Und natürlich hätte ich mehr Zeit, die biblische Geschichte rund um die Geburt Jesu über einen längeren Zeitraum zu lesen – und zu begreifen.

Und doch, jetzt, wo ich das hier schreibe, ist mir gar nicht so weihnachtlich zu Mute. Das soll es auch gar nicht, dazu ist es (mir) einfach zu früh. Aber dass ich nicht wieder wie letztes Jahr noch am Heiligabend einige Geschenke kaufen muss, das wäre schon ein lohnendes Ziel und wert, schon jetzt die ersten Schritte auf dies Ziel zu zu gehen.

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1. November 2003
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