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08. August 2001


Summer in the city...

"Wie soll das erst im Sommer werden?"
Zitat eines Studien-Kommilitonen im Wintersemester auf dem Weg zur Mensa, angesichts der uns entgegenkommenden Kommilitoninnen... ;-)

Tja, unser Studium liegt schon ein paar Jahre zurück, aber wie das diesen Sommer geworden ist, darüber mache ich mir in diesem Diary Gedanken. Das Wetter ist ja wirklich super, so richtig heiß und meistens auch drückend schwül, und das immerhin schon seit mindestens zwei Wochen. Auch wenn es ein Jammer ist, dass ich zur Zeit arbeiten muss, so ist es jedenfalls mal wieder ein richtiger Sommer geworden.
(Ok, dieser Eintrag ist angesichts des heutigen Schauerwetters nicht mehr ganz aktuell, aber ich habe den Eintrag schon vor ca. zwei Wochen begonnen...)

Was allerdings die Aussichten dieses Sommers angeht, frage ich mich ernsthaft, ob es an mir liegt oder doch an meinen Mitmenschinnen, dass ich beim Gang durch die Fußgängerzone kaum weiß, wohin ich meinen Blick wenden soll, um nicht augenblicklich als Spanner oder Ähnliches hingestellt zu werden.

Wohin mein Auge auch blickt, ständig drängt sich "nackte Haut" in Form von Schultern, Dekolletes, Bauch und Beinen in meinen Blickwinkel. Und wenn die Kleidung ihre Trägerinnen nicht mindestens halb entblößt, dann haben sich die Trägerinnen wenigstens für etwas entschieden, was ich als mindestens zwei Nummern zu klein bezeichnen würde...

Da gibt es schulterfreies, bauchfreies, rückenfreies, beinfreies, Shirts mit Löchern über dem Bauchnabel oder Shirts, die nur aus der Vorderhälfte bestehen, die Rückseite ist durch zwei oder drei Schnüre ersetzt. Die Auswahl ist nahezu unbegrenzt. Und das bei allen Altersstufen und Gewichtsgrößen. Manche der modernen Hosen sind oben so kurz (obwohl Hosen normalerweise doch unten an den Beinen zu kurz sind...), dass bei entsprechender Körperhaltung der Trägerin Form und Farbe der Unterwäsche keine Zweifel mehr offen lassen.

Ich behaupte nicht, dass mich das kalt lassen würde, im Gegenteil, irgendwie werden meine Blicke von solchen Hinguckern nahezu magisch angezogen. Ich bin demgegenüber machtlos, es muss sich da um einen Urinstinkt handeln. Aber das ist ja gerade das Problem: man(n)hat gar keine Wahl mehr. Man braucht nicht mehr heimlich zu versuchen, einen kurzen Blick in einen T-Shirt Ausschnitt zu erhaschen wie damals, als ich noch halb so alt war - denn da gibt es gar keinen Ausschnitt mehr, nur noch ein Paar dünne Spaghetti-Träger... ;-)

Ich weiß nicht, ob Ihr mich jetzt eher für prüde bzw. für einen Moralapostel haltet oder doch für einen Spanner. Es ist auch gar nicht so ernst gemeint, aber einen nachdenklichen Kerngedanken gibt es da schon. Ehrlicher- und glücklicherweise kann ich sagen, dass sich außer dem Hingucken und einem Gedanken wie "Pooh" nicht mehr in meinem Kopf abspielt, aber manchmal ist mir das "Pooh" schon zu viel, da ich es nicht steuern kann. Und so frage ich mich, ob ich mich angesichts all dieser "Pracht" freuen soll oder eher nicht...

Wie geht es eigentlich euch Frauen dabei? Sicher werdet ihr nicht gerne angeglotzt oder gar "dumm angesprochen", nur weil ihr ein knappes Teil tragt (wenn ihr sowas tragt). Aber so ein bewundernder Blick ist wahrscheinlich schon ganz angenehm, oder? Aber was denkt ihr, wenn eure Männer andere Frauen, die noch was Knapperes tragen, bewundernd anschauen?

Übrigens, um hier keinerlei Missverständnisse aufkommen zu lassen: am liebsten schaue ich natürlich Elsa an! :-)

Und damit auch ihr Frauen auf eure Kosten kommt, habe ich aus der August-"Fit for fun" den hüpfenden Nackedei oben eingescannt. ;-) Oder läßt Frauen so ein Anblick gänzlich kalt?

Ich hatte für diesen Beitrag übrigens noch ein paar Gedanken mehr geplant, aber bis die fertig sind, ist es wahrscheinlich schon Herbst...


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