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Diary-Xpress |
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Xpress |
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Samstag, 28. April 2001
Frühlingsgefühle
Mut zur Farbe :-)
Als ich meinen letzten Diary-Xpress las, wurde mir peinlich bewußt, daß dort immer noch das Bild meiner Schneelaterne war. Nun gut, wenn man zum Fenster rausguckt und den Himmel betrachtet, dann könnte man zwar manchmal meinen, es sei tatsächlich noch Winter (oder jedenfalls irgendwas Mitte Februar), aber zumindest die Bäume und Pflanzen werden doch unaufhaltsam grün und bunt. Gut, einige voreilige Knospen sind am Ostersamstag vom Frosteinbruch mit Schneefall kalt überrascht worden (im wahrsten Sinne des Wortes), aber das Erblühen der Natur läßt sich trotzdem nicht aufhalten.
Und so habe ich mir gedacht, wenn das Wetter schon grau und trübe ist, kann ich doch wenigstens meine Diary-Seite ein bißchen mit Farbe aufpeppen. Dabei das richtige Maß zwischen "höhlendunkel" und "kreischbunt" zu finden, war gar nicht so leicht. Ob's mir überhaupt gelungen ist, müssen meine Leser beurteilen. :-)
Was gibt's sonst noch?
Genaugenommen schreibe ich dies ganze Diary im Zug auf meinem kleinen elektronischen Spielzeug (das ich leider viel zu selten benutze für den teuren Preis...). Das neue Diary-Xpress-Bild (übrigens mit freundlicher Unterstützung von Klaus, der das Bild mit seiner neuen Digidings auf seinem Balkon geschossen und seine Bilder mangels eigenem USB-Port auf meinem Rechner auf CD gebrannt hat) und die neuen Farben habe ich bereits gestern Abend um ca. 0.30 Uhr bearbeitet. Obwohl ich eigentlich gestern Abend ganz andere Dinge hätte tun müssen, brauchte ich das einfach, mich auf diese Weise völlig abzulenken und was Kreatives zu tun. Da ich nämlich ab Montag zwei Wochen Urlaub habe, habe ich gestern mal wieder einige Überstunden geschoben und war erst um 21 Uhr zu Hause.
Jetzt sitze ich also im Zug nach Neuwied, um mich dort mit Elsa (bei Ihren Eltern) zu treffen und am Montag werden wir gemeinsam nach Borkum fahren. Es wäre zwar schöner, wenn die Sonne scheinen würde, aber es sieht nicht so ganz nach einem überraschenden Sommer-Einbruch aus. Aber das ist mir auch egal, ich freu' mich einfach auf das Meer, den Urlaub, darauf, endlich wieder den Kopf freizukriegen von diversen Server-Problemen und haufenweise E-Mails, und natürlich darauf, Elsa mal länger als nur ein (verlängertes) Wochenende zu sehen! :-)
Meine Spiegelreflex kommt natürlich mit, und wenn die Bilder was werden, bekommt Ihr auch ein paar davon zu sehen. Wobei davor natürlich erst mal wieder der Anschluß des Scanners erledigt werden muß, was sich ja schon mal ein bißchen verzögern kann, da ich meinen Rechner letztens neu installiert habe und die CD mit dem Scanner-Programm nicht finden kann... ;-)
Ariana hat letztens was über die Vervielfachung der Diaries geschrieben (obwohl ich's nicht wiederfinden konnte, als ich es verlinken wollte)., und hat dabei etwas getroffen, was mir in letzter Zeit auch wieder durch den Kopf ging: Lohnt es sich überhaupt noch, das zu tun? Arbeit und Aufwand in eine Sache zu stecken, die ja eigentlich doch nur zwei Hand voll Leser interessiert? Mir ging es in den vergangenen Tagen und Wochen ähnlich. Ich habe so viele Dinge im Kopf und Sachen, die ich tun will, da bleibt mir für meine Homepage gar nicht mehr viel Zeit. Oder anders gesagt: mein Leben ist zwar nicht wirklich aufregend (gemessen an der "Erlebnisgesellschaft"), aber immerhin doch so abwechslungsreich, daß mir mein Café einfach nicht mehr so wichtig ist. Es ist halt nur virtuell, eine Möglichkeit, kreativ zu sein. Bei der großen Anzahl von (neuen) Diaries wird es natürlich schwerer, originell zu sein. Speziell dann, wenn manche der Schreiber offenbar sehr viel mehr Zeit haben - oder sich jedenfalls mehr Zeit dafür nehmen.
Den letzten Absatz habe ich ja unterwegs geschrieben, hatte also meine alten Diary-Einträge nicht parat. Interessanterweise stimmt der Absatz ziemlich genau mit dem Inhalt vom letzten Diary vor fast zwei Monaten überein. Offenbar zeigen meine Gedankengänge eine gewisse Kontinuität... :-)
Ich jedenfalls habe wieder angefangen, echte Zeichnungen und Skizzen mit Bleistift und Papier zu machen. Eine ganz andere Form der Kreativität. Sie verlangt genaues Beobachten und Hinsehen, viel mehr als es normalerweise in der heutigen Medien- und Informationsgesell-schaft üblich ist.
Was ich damit meine? Ein Beispiel: ich als "Nicht-Verkabelter" habe nur selten Gelegenheit, MTV zu sehen, aber wenn ich es tue, weil einige Musikvideos wirklich sehenswert sind, dann stelle ich oft fest, wie sehr mir manche Videos, in denen sich Szenen in Sekundenbruchteilen abwechseln, auf den "Geist" gehen (im wahrsten Sinne des Wortes!?). Sie lassen meine Augen und mein Gehirn nicht zur Ruhe kommen, können mir keine Pause, keine Gelegenheit, die Dinge und eigentlich phantastisch gute Szenerien, Grafiken oder Animationen auf mich wirken zu lassen.
Hat das nicht auch was mit der Erlebnisgesellschaft zu tun? Nicht zur Ruhe kommen können, immer unterwegs sein zu müssen? Stille und/oder Einsamkeit nicht ertragen zu können? Klar, es hat auch was mit dem Alter zu tun... ;-) Mit der nachlassenden Fähigkeit, schnell "schalten" zu können. Aber sicher nicht nur!
"Unser Herz ist unruhig, bis es Ruhe findet in Dir [Gott]", hat mal jemand gesagt. Ich glaube, es war sogar Blaise Pascal. Und der war sicher jemand, der im Kopf ziemlich schnell schalten konnte!
Ich wünsche Euch und mir, dass Ihr zur Ruhe kommen, das Leben genießen könnt!
Hier noch zwei Linktips:
www.simplify.de
www.zeitzuleben.de
P.S.: Obiges Zitat ist nicht von Pascal, sondern von Aurelius Augustinus. Von Pascal ist aber ein ähnliches Zitat bekannt: "Im Herzen eines jeden Menschen befindet sich ein von Gott geschaffenes Vakuum, das durch nichts Erschaffenes erfüllt werden kann als allein durch Gott, den Schöpfer, so wie er sich in Christus offenbart."
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